DIDIMOS – DIE SHOW

Am 31. Januar 26 standen wieder leibhaftige Didi-Mossas vor ihren zukünftigen Bilder- und Textfluten und vor allem vor einem echten Publikum und präsentierten in einer Multimedia-Lesungsshow ihre Prä-Konstruktionen aus dem Jahr 2056. Dieses Mal in Berlin in der schönen Kino-Bar in der Königstadt. Dank an alle, die das möglich gemacht haben – und Dank an den beeindruckenden Veranstalter! Weitere Shows werden folgen.

 

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NEUES AUS DER ZWISCHENZEIT

Vielleicht ist es nichts, vielleicht nur Strich Strich Strich und Schwung, aber das Bild unten, das uns eine Leserin aus Granada (Spanien) zugesendet hat, war für uns so etwas wie eine Mailbomb. Das Malobjekt erinnert stark an die DIDIMOS-Hand aus der Zukunft. Granada ist einer der Orte, an denen eine frühe Kommunikation über den Einbruch der Zukunft in die Gegenwart stattfand. Die Kommunikation zwischen Ivo Teske und Ira Levant haben wir bereits auf Lesungen thematisiert. Etwa zeitgleich erfolgte das Miranda-Event, das die Grundlage für den Film „Nachrichten aus der Zukunft“ bildet. Miranda selbst ist uns bekannt, Teske und Levant (die beide auch in den Nachrichten aus der Zukunft auftauchen) suchen wir noch, Hinweise bitte direkt an uns.

Im November 2023 konnte DIDIMOS  in Wuppertal, immerhin der Heimatstadt von Friedrich Engels, im phantastischen, aktuell noch in einer dieser anregenden Transformationsphasen befindlichen Foyer des Pina-Bausch-Zentrums nicht nur den bereits lang angekündigten Kurzfilm von Erica von Möller vorführen, sondern auch Texte und Gedanken präsentieren. Wir empfehlen den Film natürlich zur Diskussion und werden hier weitere Aufführungen und Veröffentlichungen vermerken.

Unser Projekt fängt langsam an, Wellen zu schlagen. Auf dem TEDex-Abend Future World , organisiert von der Uni Potsdam, präsentierte Sven Holly Nullmeyer DIDIMOS und einige der Gedanken, die sich aus dem Nachdenken über die Zukunft ergeben können. Dabei verwendete er die Dreiteilung „Determinismus, Unschuldsversprechen, Anarchodemokratie“. Wir empfehlen den Talk ebenso wie die anderen Beiträge des Abends. Besonders mochten wir die Beschreibung des DIDIMOS-Kollektivs, das laut der Website die „Möglichkeiten der Zukunftserzählung auslotet und sich als Teil einer basisdemokratischen und systemwandelnden Klimakommunikation sieht“. Ein schönes Lob, dem wir uns hoffentlich als würdig erweisen.

Außerdem verlassen unsere „Nachrichten aus der Zukunft“ langsam die sichere Beschränkung unserer Website. Erica von Moeller legt aktuell letzten Schliff an einen Film aus dem DIDIMOS-Universum … und wir bereiten uns auf die Präsentation des Films und unseres Projekts im kommenden November in Wuppertal vor. Wir würden uns freuen, einige von euch dort zu treffen und in einen persönlichen Austausch zu treten.

 

 

Didimos 2052 – das Projekt

Es war so. Irgendwann tauchten auf dem Laptop eines Berliner Übersetzers Inhalte auf, die von sich behaupteten, sie wären aus der Zukunft, genauer aus der Zeit nach 2050 . Rätselhafte Fragmente, Bilder, Filme, irgendwann ganze Artikel. Time shocked tauschte er sich mit Freundinnen und Freunden aus, und siehe da, auch auf deren Laptops erschienen bald Leaks aus der Zukunft. Panik brach aus in diesen Menschenherzen.

Natürlich war alles noch viel komplizierter. Verschlungener. Wir vereinfachen. Jedenfalls begannen wir, eine Freundesgruppe, diese Zukunftsfragmente zu sortieren, und wir erkannten, dass es sich dabei um Teile einer News-Seite aus dem Jahr 2052 handeln musste. Nun also begannen wir, diese zukünftige Seite – Didimos – zu rekonstruieren. Das Ergebnis seht ihr hier.

So wurden wir die Zwischenzeit . Seit dem Glockenschlag 0 Uhr, am 2.2.22, präsentieren wir die Didimos -Site vom 2.2.52 – und werden diese monatlich aktualisieren.

Das alles ist mysteriös genug. Wer mehr über das Projekt Didimos – unsere Archäologie der Zukunft, wie wir Zwischenzeitler das Ganze etwas hochtrabend nennen – erfahren möchte, der möge gerne eine unserer Veranstaltungen und Lesungen besuchen, die wir hier annoncieren werden, sobald es neue Termine gibt. Bislang hatten wir Didimos auf zwei Lesungen/Konzerten im Mai 2019 und im Juni 2021 präsentiert, beide in der Wiesbadener Walkmühle. Es sollen viele weitere folgen.

In hoffentlich naher Zukunft werden wir hier noch einen Link schalten, zu einer externen Website, auf der man mehr über das Projekt, über die Macher und Macherinnen erfahren kann. Inklusive Kommentarfunktion.

Wir wollen uns auch bei den inzwischen vielen Leuten bedanken, die sich an unserem Projekt beteiligt haben, das tun wir unter dem Menüpunkt Komm:unity . Es werden immer mehr, so hoffen wir, von Ausgabe zu Ausgabe, von Drop zu Drop, von Zukunft zu Zukunft.

Was ist das nun also? Echt echt, ein Hoax von Leuten mit zu viel Zeit, Klima-Future-Dichterey? Entscheidet selbst. Und was machen wir damit? Die Zukunft wird seltsam, das Klimaziel bleibt ewiges Ziel, wer nicht gestorben ist, ist älter und verschwitzt. Am wichtigsten: Keine Panik . The future is unwritten.

Komm/unity

Didimos ist ein nicht kommerzielles Kunstprojekt: die Archäologie einer Zukunft.

Didimos wäre nicht möglich ohne viele Menschen und Institutionen, und es werden immer mehr:

Amine Aytulun, Prof. Dr. Karoline Augenstein, Majid Bakhtiari, Antonia Brand, Niklas Bomba, Lola Busch, Massimo Cardascia, Prof. Dr. Alf Christophersen, Leon David Drescher, Carolin Eckner, Travis Elling, Nisrin Fathi, Marc Fischer, Sarah Frede, Johannes Gey, Maelle Giovanetti, Deborah Jo Haas, Prof. Dr.-Ing. Fabian Hemmert, Luisa Herget, Elia Hildebrand, Leonie Jerman, Prof. Dr.-Ing. habil. Anke Kahl, Nicole Klein, Dennis Klima, Mario Krichbaum, David Lankes, Lilli Lengemann, Karen Letz, Milan Liegmann, Lukas Sydney Loßdörfer, Sandra Matic, Erica von Moeller, Clara von Moeller, Thusnelda Mercy, Pascal Merighi, Carel Carlowitz Mohn, Carina Neubohn, Sönke Lars Neuwöhner, Lukas Nickel, Vincent Nickel, Sven Holly Nullmeyer, Philipp Offergeld, Berfin Özcan, Marc Niclas Piesker, Robert Pajak, Prof. Dr. Theda Radtke, Anuya Rane, Moritz Reinisch, Dr. Christopher Reyer,  Swantje Riechers, Katrin Riegger, Alicja Rosinski, Stefan Rudolf, Dr. Juliane Petersen, Dr. Swantje Preuschmann, Kateryna Sidorska, Bastian Schemann, Prof. Dr. Philipp Schepelmann, Verena Schmidt, Axel Schweppe, Toralf Staud, Birgit Witteman, Kassi Wolf, Prof. Kristian Wolf, Silas Wolf, Julia Wolff, Dr. Christoph Wolff, In-won Yeo, Tessa Zentis, Matthias Zera

DIDIMOS wird gefördert durch:

European Climate Foundation

Film- und Medienstiftung NRW

Stiftung Mercator 

sowie

Künstlerverein Walkmühle Wiesbaden

Bergischen Universität Wuppertal

Wuppertal Institut 

 

Newsletter

Unser Newsletter bespricht mindestens einmal im Monat kurz die neuesten Ergebnisse unserer futurologischen Ausgrabungen (und dient generell als Hinweis auf neue „Future Drops“). Zuweilen gibt es auch Hinweise auf Aufführungen oder andere relevante Dinge.

 

Und keine Angst; wir spammen niemanden zu.

Datenschutz

DATENSCHUTZERKLÄRUNG

Didimos nimmt den Schutz Ihrer personenbezogenen Daten sehr ernst und hält sich strikt an die geltenden datenschutzrechtlichen Bestimmungen.

1. DATENSCHUTZ AUF EINEN BLICK

ALLGEMEINE HINWEISE

Die folgenden Hinweise geben einen einfachen Überblick darüber, was mit Ihren personenbezogenen Daten passiert, wenn Sie diese Website besuchen. Personenbezogene Daten sind alle Daten, mit denen Sie persönlich identifiziert werden können. Ausführliche Informationen zum Thema Datenschutz entnehmen Sie unserer unter diesem Text aufgeführten Datenschutzerklärung.

DATENERFASSUNG AUF DIESER WEBSITE

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Die Datenverarbeitung auf dieser Website erfolgt durch den Websitebetreiber. Dessen Kontaktdaten können Sie dem Abschnitt „Hinweis zur Verantwortlichen Stelle“ in dieser Datenschutzerklärung entnehmen.

WIE ERFASSEN WIR IHRE DATEN?

Ihre Daten werden zum einen dadurch erhoben, dass Sie uns diese mitteilen. Hierbei kann es sich z. B. um Daten handeln, die Sie in ein Kontaktformular eingeben.

Andere Daten werden automatisch oder nach Ihrer Einwilligung beim Besuch der Website durch unsere IT-Systeme erfasst. Das sind vor allem technische Daten (z. B. Internetbrowser, Betriebssystem oder Uhrzeit des Seitenaufrufs). Die Erfassung dieser Daten erfolgt automatisch, sobald Sie diese Website betreten.

WOFÜR NUTZEN WIR IHRE DATEN?

Ein Teil der Daten wird erhoben, um eine fehlerfreie Bereitstellung der Website zu gewährleisten. Andere Daten können zur Analyse Ihres Nutzerverhaltens verwendet werden.

WELCHE RECHTE HABEN SIE BEZÜGLICH IHRER DATEN?

Sie haben jederzeit das Recht, unentgeltlich Auskunft über Herkunft, Empfänger und Zweck Ihrer gespeicherten personenbezogenen Daten zu erhalten. Sie haben außerdem ein Recht, die Berichtigung oder Löschung dieser Daten zu verlangen. Wenn Sie eine Einwilligung zur Datenverarbeitung erteilt haben, können Sie diese Einwilligung jederzeit für die Zukunft widerrufen. Außerdem haben Sie das Recht, unter bestimmten Umständen die Einschränkung der Verarbeitung Ihrer personenbezogenen Daten zu verlangen. Des Weiteren steht Ihnen ein Beschwerderecht bei der zuständigen Aufsichtsbehörde zu.

Hierzu sowie zu weiteren Fragen zum Thema Datenschutz können Sie sich jederzeit an uns wenden.

ANALYSE-TOOLS UND TOOLS VON DRITTANBIETERN

Beim Besuch dieser Website kann Ihr Surf-Verhalten statistisch ausgewertet werden. Das geschieht vor allem mit sogenannten Analyseprogrammen.

Detaillierte Informationen zu diesen Analyseprogrammen finden Sie in der folgenden Datenschutzerklärung.

2. HOSTING UND CONTENT DELIVERY NETWORKS (CDN)

EXTERNES HOSTING

Diese Website wird bei einem externen Dienstleister gehostet (Hoster). Die personenbezogenen Daten, die auf dieser Website erfasst werden, werden auf den Servern des Hosters gespeichert. Hierbei kann es sich v. a. um IP-Adressen, Kontaktanfragen, Meta- und Kommunikationsdaten, Vertragsdaten, Kontaktdaten, Namen, Websitezugriffe und sonstige Daten, die über eine Website generiert werden, handeln.

Der Einsatz des Hosters erfolgt zum Zwecke der Vertragserfüllung gegenüber unseren potenziellen und bestehenden Kunden (Art. 6 Abs. 1 lit. b DSGVO) und im Interesse einer sicheren, schnellen und effizienten Bereitstellung unseres Online-Angebots durch einen professionellen Anbieter (Art. 6 Abs. 1 lit. f DSGVO).

Unser Hoster wird Ihre Daten nur insoweit verarbeiten, wie dies zur Erfüllung seiner Leistungspflichten erforderlich ist und unsere Weisungen in Bezug auf diese Daten befolgen.

Wir setzen folgenden Hoster ein:

1&1 IONOS SE

Elgendorfer Straße 57
56410 Montabaur
Hauptsitz Montabaur, Amtsgericht Montabaur, HRB 24498
Vorstand: Hüseyin Dogan, Dr. Martin Endreß, Claudia Frese, Hans-Henning Kettler, Arthur Mai, Matthias Steinberg, Achim Weiss

3. ALLGEMEINE HINWEISE UND PFLICHTINFORMATIONEN

DATENSCHUTZ

Die Betreiber dieser Seiten nehmen den Schutz Ihrer persönlichen Daten sehr ernst. Wir behandeln Ihre personenbezogenen Daten vertraulich und entsprechend der gesetzlichen Datenschutzvorschriften sowie dieser Datenschutzerklärung.

Wenn Sie diese Website benutzen, werden verschiedene personenbezogene Daten erhoben. Personenbezogene Daten sind Daten, mit denen Sie persönlich identifiziert werden können. Die vorliegende Datenschutzerklärung erläutert, welche Daten wir erheben und wofür wir sie nutzen. Sie erläutert auch, wie und zu welchem Zweck das geschieht.

Wir weisen darauf hin, dass die Datenübertragung im Internet (z. B. bei der Kommunikation per E-Mail) Sicherheitslücken aufweisen kann. Ein lückenloser Schutz der Daten vor dem Zugriff durch Dritte ist nicht möglich.

HINWEIS ZUR VERANTWORTLICHEN STELLE

Die verantwortliche Stelle für die Datenverarbeitung auf dieser Website ist:

DIDIMOS Künstlerkollektiv

Martinsfeld 23, 50676 Köln

Verantwortliche Stelle ist die natürliche oder juristische Person, die allein oder gemeinsam mit anderen über die Zwecke und Mittel der Verarbeitung von personenbezogenen Daten (z. B. Namen, E-Mail-Adressen o. Ä.) entscheidet.

SPEICHERDAUER

Soweit innerhalb dieser Datenschutzerklärung keine speziellere Speicherdauer genannt wurde, verbleiben Ihre personenbezogenen Daten bei uns, bis der Zweck für die Datenverarbeitung entfällt. Wenn Sie ein berechtigtes Löschersuchen geltend machen oder eine Einwilligung zur Datenverarbeitung widerrufen, werden Ihre Daten gelöscht, sofern wir keine anderen rechtlich zulässigen Gründe für die Speicherung Ihrer personenbezogenen Daten haben (z.B. steuer- oder handelsrechtliche Aufbewahrungsfristen); im letztgenannten Fall erfolgt die Löschung nach Fortfall dieser Gründe.

HINWEIS ZUR DATENWEITERGABE IN DIE USA UND SONSTIGE DRITTSTAATEN

Auf unserer Website sind unter anderem Tools von Unternehmen mit Sitz in den USA oder sonstigen datenschutzrechtlich nicht sicheren Drittstaaten eingebunden. Wenn diese Tools aktiv sind, können Ihre personenbezogenen Daten in diese Drittstaaten übertragen und dort verarbeitet werden. Wir weisen darauf hin, dass in diesen Ländern kein mit der EU vergleichbares Datenschutzniveau garantiert werden kann. Beispielsweise sind US-Unternehmen dazu verpflichtet, personenbezogene Daten an Sicherheitsbehörden herauszugeben, ohne dass Sie als Betroffener hiergegen gerichtlich vorgehen könnten. Es kann daher nicht ausgeschlossen werden, dass US-Behörden (z.B. Geheimdienste) Ihre auf US-Servern befindlichen Daten zu Überwachungszwecken verarbeiten, auswerten und dauerhaft speichern. Wir haben auf diese Verarbeitungstätigkeiten keinen Einfluss.

WIDERRUF IHRER EINWILLIGUNG ZUR DATENVERARBEITUNG

Viele Datenverarbeitungsvorgänge sind nur mit Ihrer ausdrücklichen Einwilligung möglich. Sie können eine bereits erteilte Einwilligung jederzeit widerrufen. Die Rechtmäßigkeit der bis zum Widerruf erfolgten Datenverarbeitung bleibt vom Widerruf unberührt.

Widerspruchsrecht gegen die datenerhebung in besonderen fällen sowie gegen direktwerbung (art. 21 dsgvo)

Wenn die Datenverarbeitung auf Grundlage von Art. 6 abs. 1 lit. E oder f DSGVO erfolgt, haben sie jederzeit das Recht, aus Gründen, die sich aus ihrer besonderen Situation ergeben, gegen die Verarbeitung ihrer personenbezogenen Daten Widerspruch einzulegen; dies gilt auch für ein auf diese Bestimmungen gestütztes Profiling. Die jeweilige Rechtsgrundlage, auf denen eine Verarbeitung beruht, entnehmen sie dieser Datenschutzerklärung. Wenn sie Widerspruch einlegen, werden wir ihre betroffenen personenbezogenen Daten nicht mehr verarbeiten, es sei denn, wir können zwingende schutzwürdige Gründe für die Verarbeitung nachweisen, die ihre Interessen, Rechte und Freiheiten überwiegen oder die Verarbeitung dient der Geltendmachung, Ausübung oder Verteidigung von Rechtsansprüchen (Widerspruch nach art. 21 abs. 1 dsgvo).

Werden ihre personenbezogenen Daten verarbeitet, um Direktwerbung zu betreiben, so haben sie das recht, jederzeit Widerspruch gegen die Verarbeitung sie betreffender personenbezogener Daten zum Zwecke derartiger Werbung einzulegen; dies gilt auch für das Profiling, soweit es mit solcher Direktwerbung in Verbindung steht. Wenn sie widersprechen, werden ihre personenbezogenen Daten anschliessend nicht mehr zum Zwecke der Direktwerbung verwendet (Widerspruch nach art. 21 abs. 2 DSGVO).

Beschwerderecht bei der zuständigen aufsichtsbehörde

Im Falle von Verstößen gegen die DSGVO steht den Betroffenen ein Beschwerderecht bei einer Aufsichtsbehörde, insbesondere in dem Mitgliedstaat ihres gewöhnlichen Aufenthalts, ihres Arbeitsplatzes oder des Orts des mutmaßlichen Verstoßes zu. Das Beschwerderecht besteht unbeschadet anderweitiger verwaltungsrechtlicher oder gerichtlicher Rechtsbehelfe.

RECHT AUF DATENÜBERTRAGBARKEIT

Sie haben das Recht, Daten, die wir auf Grundlage Ihrer Einwilligung oder in Erfüllung eines Vertrags automatisiert verarbeiten, an sich oder an einen Dritten in einem gängigen, maschinenlesbaren Format aushändigen zu lassen. Sofern Sie die direkte Übertragung der Daten an einen anderen Verantwortlichen verlangen, erfolgt dies nur, soweit es technisch machbar ist.

AUSKUNFT, LÖSCHUNG UND BERICHTIGUNG

Sie haben im Rahmen der geltenden gesetzlichen Bestimmungen jederzeit das Recht auf unentgeltliche Auskunft über Ihre gespeicherten personenbezogenen Daten, deren Herkunft und Empfänger und den Zweck der Datenverarbeitung und ggf. ein Recht auf Berichtigung oder Löschung dieser Daten. Hierzu sowie zu weiteren Fragen zum Thema personenbezogene Daten können Sie sich jederzeit an uns wenden.

RECHT AUF EINSCHRÄNKUNG DER VERARBEITUNG

Sie haben das Recht, die Einschränkung der Verarbeitung Ihrer personenbezogenen Daten zu verlangen. Hierzu können Sie sich jederzeit an uns wenden. Das Recht auf Einschränkung der Verarbeitung besteht in folgenden Fällen:

  • Wenn Sie die Richtigkeit Ihrer bei uns gespeicherten personenbezogenen Daten bestreiten, benötigen wir in der Regel Zeit, um dies zu überprüfen. Für die Dauer der Prüfung haben Sie das Recht, die Einschränkung der Verarbeitung Ihrer personenbezogenen Daten zu verlangen.
  • Wenn die Verarbeitung Ihrer personenbezogenen Daten unrechtmäßig geschah/geschieht, können Sie statt der Löschung die Einschränkung der Datenverarbeitung verlangen.
  • Wenn wir Ihre personenbezogenen Daten nicht mehr benötigen, Sie sie jedoch zur Ausübung, Verteidigung oder Geltendmachung von Rechtsansprüchen benötigen, haben Sie das Recht, statt der Löschung die Einschränkung der Verarbeitung Ihrer personenbezogenen Daten zu verlangen.
  • Wenn Sie einen Widerspruch nach Art. 21 Abs. 1 DSGVO eingelegt haben, muss eine Abwägung zwischen Ihren und unseren Interessen vorgenommen werden. Solange noch nicht feststeht, wessen Interessen überwiegen, haben Sie das Recht, die Einschränkung der Verarbeitung Ihrer personenbezogenen Daten zu verlangen.

Wenn Sie die Verarbeitung Ihrer personenbezogenen Daten eingeschränkt haben, dürfen diese Daten – von ihrer Speicherung abgesehen – nur mit Ihrer Einwilligung oder zur Geltendmachung, Ausübung oder Verteidigung von Rechtsansprüchen oder zum Schutz der Rechte einer anderen natürlichen oder juristischen Person oder aus Gründen eines wichtigen öffentlichen Interesses der Europäischen Union oder eines Mitgliedstaats verarbeitet werden.

WIDERSPRUCH GEGEN WERBE-E-MAILS

Der Nutzung von im Rahmen der Impressumspflicht veröffentlichten Kontaktdaten zur Übersendung von nicht ausdrücklich angeforderter Werbung und Informationsmaterialien wird hiermit widersprochen. Die Betreiber der Seiten behalten sich ausdrücklich rechtliche Schritte im Falle der unverlangten Zusendung von Werbeinformationen, etwa durch Spam-E-Mails, vor.

4. DATENERFASSUNG AUF DIESER WEBSITE

COOKIES

Unsere Internetseiten verwenden so genannte „Cookies“. Cookies sind kleine Textdateien und richten auf Ihrem Endgerät keinen Schaden an. Sie werden entweder vorübergehend für die Dauer einer Sitzung (Session-Cookies) oder dauerhaft (permanente Cookies) auf Ihrem Endgerät gespeichert. Session-Cookies werden nach Ende Ihres Besuchs automatisch gelöscht. Permanente Cookies bleiben auf Ihrem Endgerät gespeichert, bis Sie diese selbst löschen oder eine automatische Löschung durch Ihren Webbrowser erfolgt.

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Soweit Cookies von Drittunternehmen oder zu Analysezwecken eingesetzt werden, werden wir Sie hierüber im Rahmen dieser Datenschutzerklärung gesondert informieren und ggf. eine Einwilligung abfragen.

SERVER-LOG-DATEIEN

Der Provider der Seiten erhebt und speichert automatisch Informationen in so genannten Server-Log-Dateien, die Ihr Browser automatisch an uns übermittelt. Dies sind:

  • Browsertyp und Browserversion
  • verwendetes Betriebssystem
  • Referrer URL
  • Hostname des zugreifenden Rechners
  • Uhrzeit der Serveranfrage
  • IP-Adresse

Eine Zusammenführung dieser Daten mit anderen Datenquellen wird nicht vorgenommen.

Die Erfassung dieser Daten erfolgt auf Grundlage von Art. 6 Abs. 1 lit. f DSGVO. Der Websitebetreiber hat ein berechtigtes Interesse an der technisch fehlerfreien Darstellung und der Optimierung seiner Website – hierzu müssen die Server-Log-Files erfasst werden.

KONTAKTFORMULAR

Wenn Sie uns per Kontaktformular Anfragen zukommen lassen, werden Ihre Angaben aus dem Anfrageformular inklusive der von Ihnen dort angegebenen Kontaktdaten zwecks Bearbeitung der Anfrage und für den Fall von Anschlussfragen bei uns gespeichert. Diese Daten geben wir nicht ohne Ihre Einwilligung weiter.

Die Verarbeitung dieser Daten erfolgt auf Grundlage von Art. 6 Abs. 1 lit. b DSGVO, sofern Ihre Anfrage mit der Erfüllung eines Vertrags zusammenhängt oder zur Durchführung vorvertraglicher Maßnahmen erforderlich ist. In allen übrigen Fällen beruht die Verarbeitung auf unserem berechtigten Interesse an der effektiven Bearbeitung der an uns gerichteten Anfragen (Art. 6 Abs. 1 lit. f DSGVO) oder auf Ihrer Einwilligung (Art. 6 Abs. 1 lit. a DSGVO) sofern diese abgefragt wurde.

Die von Ihnen im Kontaktformular eingegebenen Daten verbleiben bei uns, bis Sie uns zur Löschung auffordern, Ihre Einwilligung zur Speicherung widerrufen oder der Zweck für die Datenspeicherung entfällt (z. B. nach abgeschlossener Bearbeitung Ihrer Anfrage). Zwingende gesetzliche Bestimmungen – insbesondere Aufbewahrungsfristen – bleiben unberührt.

ANFRAGE PER E-MAIL, TELEFON ODER TELEFAX

Wenn Sie uns per E-Mail, Telefon oder Telefax kontaktieren, wird Ihre Anfrage inklusive aller daraus hervorgehenden personenbezogenen Daten (Name, Anfrage) zum Zwecke der Bearbeitung Ihres Anliegens bei uns gespeichert und verarbeitet. Diese Daten geben wir nicht ohne Ihre Einwilligung weiter.

Die Verarbeitung dieser Daten erfolgt auf Grundlage von Art. 6 Abs. 1 lit. b DSGVO, sofern Ihre Anfrage mit der Erfüllung eines Vertrags zusammenhängt oder zur Durchführung vorvertraglicher Maßnahmen erforderlich ist. In allen übrigen Fällen beruht die Verarbeitung auf unserem berechtigten Interesse an der effektiven Bearbeitung der an uns gerichteten Anfragen (Art. 6 Abs. 1 lit. f DSGVO) oder auf Ihrer Einwilligung (Art. 6 Abs. 1 lit. a DSGVO) sofern diese abgefragt wurde.

Die von Ihnen an uns per Kontaktanfragen übersandten Daten verbleiben bei uns, bis Sie uns zur Löschung auffordern, Ihre Einwilligung zur Speicherung widerrufen oder der Zweck für die Datenspeicherung entfällt (z. B. nach abgeschlossener Bearbeitung Ihres Anliegens). Zwingende gesetzliche Bestimmungen – insbesondere gesetzliche Aufbewahrungsfristen – bleiben unberührt.

5. NEWSLETTER

NEWSLETTERDATEN

Wenn Sie den auf der Website angebotenen Newsletter beziehen möchten, benötigen wir von Ihnen eine E-Mail-Adresse sowie Informationen, welche uns die Überprüfung gestatten, dass Sie der Inhaber der angegebenen E-Mail-Adresse sind und mit dem Empfang des Newsletters einverstanden sind. Weitere Daten werden nicht bzw. nur auf freiwilliger Basis erhoben. Diese Daten verwenden wir ausschließlich für den Versand der angeforderten Informationen und geben diese nicht an Dritte weiter.

Die Verarbeitung der in das Newsletteranmeldeformular eingegebenen Daten erfolgt ausschließlich auf Grundlage Ihrer Einwilligung (Art. 6 Abs. 1 lit. a DSGVO). Die erteilte Einwilligung zur Speicherung der Daten, der E-Mail-Adresse sowie deren Nutzung zum Versand des Newsletters können Sie jederzeit widerrufen, etwa über den „Austragen“-Link im Newsletter. Die Rechtmäßigkeit der bereits erfolgten Datenverarbeitungsvorgänge bleibt vom Widerruf unberührt.

Die von Ihnen zum Zwecke des Newsletter-Bezugs bei uns hinterlegten Daten werden von uns bis zu Ihrer Austragung aus dem Newsletter bei uns bzw. dem Newsletterdiensteanbieter gespeichert und nach der Abbestellung des Newsletters oder nach Zweckfortfall aus der Newsletterverteilerliste gelöscht. Wir behalten uns vor, E-Mail-Adressen aus unserem Newsletterverteiler nach eigenem Ermessen im Rahmen unseres berechtigten Interesses nach Art. 6 Abs. 1 lit. f DSGVO zu löschen oder zu sperren.

Nach Ihrer Austragung aus der Newsletterverteilerliste wird Ihre E-Mail-Adresse bei uns bzw. dem Newsletterdiensteanbieter ggf. in einer Blacklist gespeichert, um künftige Mailings zu verhindern. Die Daten aus der Blacklist werden nur für diesen Zweck verwendet und nicht mit anderen Daten zusammengeführt. Dies dient sowohl Ihrem Interesse als auch unserem Interesse an der Einhaltung der gesetzlichen Vorgaben beim Versand von Newslettern (berechtigtes Interesse im Sinne des Art. 6 Abs. 1 lit. f DSGVO). Die Speicherung in der Blacklist ist zeitlich nicht befristet.  Sie können der Speicherung widersprechen, sofern Ihre Interessen unser berechtigtes Interesse überwiegen.

6. PLUGINS UND TOOLS

VIMEO

Diese Website bindet Videos der Website Vimeo ein.

Wenn Sie eine unserer Webseiten besuchen, auf denen Vimeo eingebunden ist, wird eine Verbindung zu den Servern von Vimeo hergestellt. Dabei wird dem Vimeo-Server mitgeteilt, welche unserer Seiten Sie besucht haben.

Des Weiteren kann Vimeo verschiedene Cookies auf Ihrem Endgerät speichern oder vergleichbare Technologien zur Wiedererkennung verwenden (z.B. Device-Fingerprinting). Auf diese Weise kann Vimeo Informationen über Besucher dieser Website erhalten. Diese Informationen werden u. a. verwendet, um Videostatistiken zu erfassen, die Anwenderfreundlichkeit zu verbessern und Betrugsversuchen vorzubeugen.

Wenn Sie in Ihrem Vimeo-Account eingeloggt sind, ermöglichen Sie Vimeo, Ihr Surfverhalten direkt Ihrem persönlichen Profil zuzuordnen. Dies können Sie verhindern, indem Sie sich aus Ihrem Vimeo-Account ausloggen.

Die Nutzung von Vimeo erfolgt im Interesse einer ansprechenden Darstellung unserer Online-Angebote. Dies stellt ein berechtigtes Interesse im Sinne von Art. 6 Abs. 1 lit. f DSGVO dar. Sofern eine entsprechende Einwilligung abgefragt wurde, erfolgt die Verarbeitung ausschließlich auf Grundlage von Art. 6 Abs. 1 lit. a DSGVO; die Einwilligung ist jederzeit widerrufbar.

Weitere Informationen zum Umgang mit Nutzerdaten finden Sie in der Datenschutzerklärung von Vimeo

VIMEO

Diese Website nutzt Plugins des Videoportals Vimeo. Anbieter ist die Vimeo Inc., 555 West 18th Street, New York, New York 10011, USA.

Wenn Sie eine unserer mit einem Vimeo-Video ausgestatteten Seiten besuchen, wird eine Verbindung zu den Servern von Vimeo hergestellt. Dabei wird dem Vimeo-Server mitgeteilt, welche unserer Seiten Sie besucht haben. Zudem erlangt Vimeo Ihre IP-Adresse. Dies gilt auch dann, wenn Sie nicht bei Vimeo eingeloggt sind oder keinen Account bei Vimeo besitzen. Die von Vimeo erfassten Informationen werden an den Vimeo-Server in den USA übermittelt.

Wenn Sie in Ihrem Vimeo-Account eingeloggt sind, ermöglichen Sie Vimeo, Ihr Surfverhalten direkt Ihrem persönlichen Profil zuzuordnen. Dies können Sie verhindern, indem Sie sich aus Ihrem Vimeo-Account ausloggen.

Zur Wiedererkennung der Websitebesucher verwendet Vimeo Cookies bzw. vergleichbare Wiedererkennungstechnologien (z.B. Device-Fingerprinting).

Die Nutzung von Vimeo erfolgt im Interesse einer ansprechenden Darstellung unserer Online-Angebote. Dies stellt ein berechtigtes Interesse im Sinne des Art. 6 Abs. 1 lit. f DSGVO dar. Sofern eine entsprechende Einwilligung abgefragt wurde, erfolgt die Verarbeitung ausschließlich auf Grundlage von Art. 6 Abs. 1 lit. a DSGVO; die Einwilligung ist jederzeit widerrufbar.

Die Datenübertragung in die USA wird auf die Standardvertragsklauseln der EU-Kommission sowie nach Aussage von Vimeo auf „berechtigte Geschäftsinteressen“ gestützt. Details finden Sie hier:  https://vimeo.com/privacy .

Weitere Informationen zum Umgang mit Nutzerdaten finden Sie in der Datenschutzerklärung von Vimeo unter:  https://vimeo.com/privacy .

GOOGLE RECAPTCHA

Wir nutzen „Google reCAPTCHA“ (im Folgenden „reCAPTCHA“) auf dieser Website. Anbieter ist die Google Ireland Limited („Google“), Gordon House, Barrow Street, Dublin 4, Irland.

Mit reCAPTCHA soll überprüft werden, ob die Dateneingabe auf dieser Website (z. B. in einem Kontaktformular) durch einen Menschen oder durch ein automatisiertes Programm erfolgt. Hierzu analysiert reCAPTCHA das Verhalten des Websitebesuchers anhand verschiedener Merkmale. Diese Analyse beginnt automatisch, sobald der Websitebesucher die Website betritt. Zur Analyse wertet reCAPTCHA verschiedene Informationen aus (z. B. IP-Adresse, Verweildauer des Websitebesuchers auf der Website oder vom Nutzer getätigte Mausbewegungen). Die bei der Analyse erfassten Daten werden an Google weitergeleitet.

Die reCAPTCHA-Analysen laufen vollständig im Hintergrund. Websitebesucher werden nicht darauf hingewiesen, dass eine Analyse stattfindet.

Die Speicherung und Analyse der Daten erfolgt auf Grundlage von Art. 6 Abs. 1 lit. f DSGVO. Der Websitebetreiber hat ein berechtigtes Interesse daran, seine Webangebote vor missbräuchlicher automatisierter Ausspähung und vor SPAM zu schützen. Sofern eine entsprechende Einwilligung abgefragt wurde, erfolgt die Verarbeitung ausschließlich auf Grundlage von Art. 6 Abs. 1 lit. a DSGVO; die Einwilligung ist jederzeit widerrufbar.

Weitere Informationen zu Google reCAPTCHA entnehmen Sie den Google-Datenschutzbestimmungen und den Google Nutzungsbedingungen unter folgenden Links:  https://policies.google.com/privacy?hl=de  und  https://policies.google.com/terms?hl=de

Impressum

IMPRESSUM

Angaben gemäß § 5 Abs. 1 Telemediengesetz

 

DIDIMOS Künstlerkollektiv c/o Erica von Moeller

Martinsfeld 23, 50676 Köln

Mail: info@didimos.org

Vertreten durch:

Erica von Moeller, Sönke Lars Neuwöhner, Sven Holly Nullmeyer

Inhaltlich Verantwortliche gemäß § 18 Abs. 2 MStV / 
Persons responsible concerning the contents according to § 18 Abs. 2 MStV:

Erica von Moeller, Sönke Lars Neuwöhner, Sven Holly Nullmeyer

Martinsfeld 23, 50676 Köln

Konzept, Gestaltung und Realisierung der Website stammt von

Kristian Wolf

chewing the sun GmbH
Friedrich-Ebert-Strasse 134
42117 Wuppertal, Germany

Phone 0202 946734-0
Fax 0202 946734-20
hello@chewingthesun.com

 

Fotos

Erica von Moeller, Sönke Lars Neuwöhner, Sven Holly Nullmeyer, Silas Wolf

 

Videos
Erica von Moeller, Studiengang Design audiovisueller Medien der Bergischen Universität Wuppertal

 

Förderer

DIDIMOS wird gefördert durch:

Die Gestaltung und Umsetzung der Homepage hat die European Climate Foundation ermöglicht . Die Inhalte in Form von wissenschaftlicher Recherche wurden von der Mercator Stiftung Essen gefördert. Die Interviews mit den Wissenschaftler*innen sind mit Unterstützung der Film- und Medienstiftung NRW GmbH entstanden.

Der Studiengang Design audiovisueller Medien der Bergischen Universität Wuppertal hat mit vielen Studierenden Videos produziert.

Das Wuppertal Institut mit ua. Prof. Dr. Philipp Schepelmann und die Bergische Universität Wuppertal haben wissenschaftlich das Projekt begleitet.

                        

Haftung für Inhalte

Didimos ist um Richtigkeit und Aktualität der auf dieser Internetpräsenz bereitgestellten Informationen bemüht. Trotzdem können Fehler und Unklarheiten nicht vollständig ausgeschlossen werden. Didimos übernimmt deshalb keine Gewähr für die Aktualität, Richtigkeit, Vollständigkeit oder Qualität der bereitgestellten Informationen. Für Schäden materieller oder immaterieller Art, die durch die Nutzung oder Nichtnutzung der dargebotenen Informationen bzw. durch die Nutzung fehlerhafter und unvollständiger Informationen unmittelbar oder mittelbar verursacht werden, haftet Didimos nicht, sofern ihm nicht nachweislich vorsätzliches oder grob fahrlässiges Verschulden zur Last fällt. Didimos behält es sich vor, Teile des Internetangebots oder das gesamte Angebot ohne gesonderte Ankündigung zu verändern, zu ergänzen, zu löschen oder die Veröffentlichung zeitweise oder endgültig einzustellen. 
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Gesellschaft
Die Armen werden reich

 

Vor fünf Jahren hatte ich für DIDIMOS über Alpha berichtet, den schwimmenden Staat der Erfolgreichen, Schönen, Klugen, Wohlhabenden. Mein Gesprächspartner hatte mir damals erklärt, dass jeder, der es wirklich wolle und ausreichend was draufhabe, einen Weg nach Alpha finden würde. Nun. Ich schätze, ich wollte es nie und/oder hatte und habe es einfach nicht drauf. Ich konnte damals nicht einmal segeln. Inzwischen kann ich es. Oder ich kann es veranlassen, denn das Boot, das mich transportiert, segelt autonom. Ein echtes Luxusgefährt. Es hat mich in Leer abgeholt. Das war gestern Morgen. Seitdem habe ich lecker gegessen und getrunken und hinaus ins ewig Leere gesehen.

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„Nicht anfassen“, sagt die Stimme, als ich versuche, das Ruder zu bewegen. In der Ferne ist eine Küste sichtbar.

„Ich wollte nur …“

„Das weiß ich.“

„Was?“

„Was Sie wollten.“

Ich nehme die Hand vom Ruder. Es bewegt sich von selbst, das Schiff hält jetzt direkt auf die Insel zu. „Willkommen im Paradies“, sagt die Segelautomatik.

  •  

Die Insel hat die Form einer Mondsichel; die Einfahrt in die von den gebirgigen Sichelenden umschlossene Bucht ist beeindruckend. Inzwischen weiß ich, der Ort heißt Paradies. Oder wurde so benannt. Anders als Alpha schwimmt Paradies nicht. Die Insel gehörte, so höre ich, einst einem Staat, inzwischen einer Stiftung. Und sie gilt als „eigenes Territorium“, was immer das bedeutet. Der Alphaner Miro Selfman hat sie erworben, entwickelt und vor zwei Jahren erklärt, dass jeder sich darum bewerben kann, hier Bürger zu werden. Das habe ich gemacht, und ich habe die ersten zwei Runden – einen Online-Fragebogen und einen automatisierten Videotermin – bestanden. Jetzt werde ich zum Onboarding-Vorgespräch nach Paradies gebracht. Statistiken dazu, wie viele Bewohner es hier gibt, oder wie viele Bewerber abgelehnt wurden, konnte ich übrigens nirgends finden.

Wir laufen in den Hafen ein. Nahe bei uns tuckert ein automatisiertes Fischerboot, wie die Automatik mir verrät. Es ist eigentlich eine Art Kasten, von Solarzellen bedeckt, aus dem verschiedene mit Netzen versehene Arme ragen und mit einem Loch in der Mitte. Dort kommen wohl die Fische rein. Etwas entfernt steuern weitere Segelboote durch die Bucht, laufen aber auf andere Piers zu als auf das, von dem her mir ein Mensch zuwinkt. Der Mensch reicht mir die Hand, hilft mir von Bord. Er trägt Shorts, Sandalen und ein strahlend weißes Hemd.

„Willkommen“, sagt er, während ich auf die Pier springe, und: „Ich bin Miro. Einer aus der Gründergemeinde von Paradies.“ Das Schiff vertäut sich selbst. Wir gehen zu seinem Wagen, er erkundigt sich nach der Überfahrt. Nichtigkeiten. Der Wagen fährt uns zu Miros Haus auf einem Felsen oberhalb des Hafens. Die Aussicht von der Terrasse ist atemberaubend. Unter uns liegen die Hafenanlagen, vor uns das Meer. Links und rechts zieht sich die Küste bis zu den Felsen der kaum sichtbaren Sichelenden. Es stehen schon zwei Gläser und eine Flasche Wein auf dem Tisch, an dem er mich Platz nehmen lässt.

„Ihnen gehört das hier?“, frage ich.

„Das Haus? Ja. Der Grund, das Land aber nicht.“

„So? Wem gehört denn der Grund hier?“

„Ihnen, vielleicht bald.“

Ich sehe ihn an.

„Ihnen und anderen und mir. Uns also. Der Grund ist Gemeineigentum. Aber ich möchte dem Onboarding nicht vorgreifen. Reden wir über anderes. Mögen Sie Utopien?“

Ich bejahe, und wir haben ein langes und interessantes Gespräch – über die Werke von Welles und Morus und über das Schlaraffenland, unter anderem.

 

  •  

 

Mein Onboarding beginnt am nächsten Morgen um neun. Ich sitze mit elf anderen Personen in einem Warteraum mit Blick aufs Meer. Wir kommen aus unterschiedlichsten Ländern. Ich sage etwas Beiläufiges auf Englisch, alle sehen mich verständnislos an. Ich versuche es auf Deutsch: dasselbe Ergebnis. Wir alle teilen keine Sprache. Die Atmosphäre ist ein wenig seltsam, angespannt. Dann werden wir von einer freundlichen Stimme in den Onboarding-Raum gebeten. Auf den uns zugewiesenen Schul- oder Konferenzbänken liegen geschlossene Headsets. Ich setze meinen auf und werde informiert, dass ich in der Sprache meiner Wahl in das Mikrofon sprechen kann, während Übersetzungen der Texte anderer Teilnehmer in ebendieser Sprache in meinen Kopfhörern zu hören sein werden. Die Wand vor uns leuchtet auf, ein eingelassener Hologrammkubus wird sichtbar, darin materialisiert sich das Bild einer jungen Frau in einer losen Sommerbluse. Sie trägt eine Blume im Haar, stellt sich als Sima vor, lächelt gewinnend. Sie spricht kurz über Paradies und andere Dinge. Anders als von mir angenommen fragt sie nicht nach Zertifikaten, Abschlüssen, Vermögen. Oder Moral und Ansichten. Das beruhigt mich. Bis Sima sagt:

„Sie erhalten jetzt alle eine halbe Million.“

Im Holokubus erscheint eine Zahl: 500.000

„Dollar?“, fragt jemand.

„Nein“, lächelt Sima. „Paradieser. Aber das ist jetzt nur zur Übung. Ein Gedankenspiel, wenn Sie so wollen. Sollte Ihre Bewerbung erfolgreich sein, erhalten Sie diese Summe in echt.“

„Was ist ein Paradieser wert?“

„Für diese Übung genau das, was Sie glauben.“

„Das ist doch Unsinn.“

„Geld ist das meistens“, sagt Sima. Sie ist mir irgendwie sympathisch.

  •  

Wir sollen unsere Paradieser verteilen – nicht untereinander wie in diesen bekannten Tests aus der Spieltheorie. Sondern auf unser künftiges Leben in Paradies. Alles kostet etwas. Wohnraum. Energie. Reisen. Nahrung. Bildung. Freizeit. Unternehmensanteile. Medizinische Zusatzleistungen. Kunst. Wir sollen zeigen, was wir mit dem Geld machen würden.

Ich kaufe ein Haus in einer kleinen Bucht. Natürlich. Es kostet 400.000. Und ein Boot. Dann bediene ich alle möglichen anderen Bedürfnisse – Lebensmittel, Ausgehen und so. Nach zwanzig Minuten besitze ich noch 1.000 Paradieser und habe einen erstaunlich hohen zukünftigen Energieverbrauch generiert, der ans „klimaunanständige“ grenzt.

Sima betrachtet mein Ergebnis.

„Schönes Haus.“

„Danke.“

„Dasselbe haben übrigens sieben weitere Leute hier gekauft.“

„Was?“

„Das Haus.“

„Dann nehme ich ein anderes.“

„Es sind sonst nur noch Wohnungen in Condo-Komplexen verfügbar. Wollen Sie Ihr Haus teilen? Eine WG gründen?“

„Aber es gibt in dem Haus doch nur ein Schlafzimmer …“.

  •  

Am Abend bin ich wieder bei Miro in seinem Haus. Ich nehme an, das ist Teil des Tests – die anderen Bewerber dürften von anderen Paradiesern eingeladen worden sein. Wir sehen wieder auf das Hafenpanorama hinaus. Die letzten Sonnenstrahlen liegen orange auf den Wolken über dem Meer, es ist schön, aber ich bin ein wenig ungehalten. „Das ist total manipulativ“, sage ich.

„Natürlich.“

„Sie geben uns eine halbe Million, damit wir merken, dass wir davon nicht reich werden.“

„Tja.“

„Ich werde davon hier überhaupt nicht lange leben können. Ich werde irgendeine Lohntätigkeit annehmen müssen. Und im Moment werden wohl nur Landarbeiter gesucht. Was soll die Sache mit dem Geld dann überhaupt? Das ist doch Zwangsarbeit!“

„Soweit ich weiß, reichen acht oder zehn Stunden Landarbeit pro Woche in Paradies für … für so ziemlich alles. Lebensmittel. Entertainment. Exzellente medizinische Versorgung. All die Dinge, die man hier mit dem verdienten Geld erhalten kann. Zehn Stunden halten Sie dafür für zu viel? Geld ist praktisch.“

„Aber es löst das Problem nicht.“

„Welches?“

„Wer das Haus bekommt.“

Miro lächelt, schenkt mir Sekt nach, sagt: „Geld ist ein Koordinationswerkzeug. Reichtum, das sind Freizeit, Fähigkeiten, Energie, Wissen. Vermögen ist …“

„Viel Geld.“

„Nein.“

„Sie sind reich. Natürlich sagen Sie das. Sie tun ja sicher keine Landarbeit.“

Er grinst. Inzwischen ist die Sonne ganz hinter dem Horizont verschwunden, Sterne sind am Himmel sichtbar, ich bemerke, aus den Augenwinkeln, sogar eine Sternschnuppe.

„Vermögen ist gespeicherte Entscheidungsmacht. Wer keine hat, muss sie sich erarbeiten. Wenn Sie eintausend Paradieser haben, so viel etwa würde ihr Anteil am Bürgerfonds oder am Land aktuell pro Monat abwerfen, können Sie entscheiden, welches Fahrrad Sie kaufen. Da ich hundert Millionen habe, kann ich entscheiden, wem die Firma, die Fahrräder herstellt, morgen gehört.“

„Ich bin Journalist. Ich könnte ja zehn Stunden als Journalist arbeiten.“

„Hm. Unseren Journalisten hier fehlt leider ein wenig die Tomate auf dem Mittagsbrot.“

„Ich soll also für andere arbeiten?“

„Was tun Sie denn so als Journalist, in Deutschland?“

„Ach, und eine Frage: Besitzen Sie wirklich hundert Millionen?“

„Über Geld redet man nicht.“

  •  

Der Abend ist fortgeschritten, draußen funkeln die Sterne. Wir sitzen in einer geschmackvollen Sofalandschaft in Miros Residenz, von abstrakter Kunst und wertig wirkenden Skulpturen spindeldürrer Menschen umgeben, sind inzwischen zum Whiskey übergegangen. Er war einer der frühen Bürger Alphas; entsprechend finde ich es angebracht, ihm von dem Telefoninterview zu erzählen, das ich vor vielen Jahren mit „Mr. X“ geführt habe. Und von den Dingen, die dieser über Alpha erzählt hatte – dass er es als das wahre Heim intelligenter Menschen bezeichnet hatte. Gemacht und gedacht für Wissenschaftler, Künstler, Unternehmer und geprägt von pragmatischen Designentscheidungen, die zu Nachhaltigkeit, Fitness, Hedonismus und der Abwesenheit von Mittelmäßigkeit führen. Dass ich Mr. X für elitär hielt, großes Vermögen für Diebstahl, und so. Miro hört lächelnd zu.

„Stimmt alles“, sagt er schließlich.

„Wirklich? Aber Sie halten Alpha auch für einen Erfolg – für die krönende Errungenschaft der Zivilisation. Für einen wahren Olymp?“

„Natürlich. Aber es gab und gibt ein Problem. Alpha lässt den Armen kein Schlupfloch. Ebensowenig den Talentierten ohne Erfolgsbiografie, ohne Vermögen. Ohne Systemrelevanz. Und es war und ist darauf angewiesen, dass seine Bürger oder Eigner woanders Vermögen generieren. Ich habe irgendwann bemerkt, dass ich … Nun, ich wollte besser sein als Ihr Mr. X. Ich meine – wir Alphaner sind ja nicht dumm. Wir wissen, dass Geld und Begabung nicht dasselbe sind. Dass Systeme bestimmte Merkmale stark bevorzugen. Und damit bestimmte Menschen. Diejenigen, die das System erhalten.“

  •  

Das Prinzip von Paradies ist relativ simpel. Jeder Bewohner besitzt ein Grundvermögen im Bürgerfonds. Der Fonds hält den Boden, Energieanlagen, die Infrastruktur und Beteiligungen an Unternehmen.

„Paradies ist also ein Ort des erfolgreichen Kommunismus?“, frage ich.

„Nein“, sagt Miro. Miro besitzt Unternehmen. Häuser. Kunst. Ein Segelboot, das ich niemals bezahlen könnte – es kostet über eine Million Paradieser.

„Sie sind in Paradies also immer noch reich. Nur sind Sie auch ein Wohltäter.“

„Natürlich.“

„Und ich wäre auch mit meiner halben Willkommensmillion nicht reich.“

„Doch.“

„Aber nicht so reich wie Sie.“

„Natürlich nicht. Wieso sollten Sie das auch sein? Was haben Sie schon geleistet?“

  •  

Wir gehen auf die Terrasse; Miro weist auf den Hafen.

„Das könnte Ihnen gehören. Also teilweise.“

„Wie teilweise?“

„Paradies hat aktuell 10.000 Bewohner. Ihnen würde also ein Zehntausendstel dessen gehören, was Sie sehen.“

„Kann ich diesen Teil verkaufen?“

„Natürlich nicht.“

„Dann gehört es mir nicht.“

„Können Sie Ihre Stimme bei einer Bundestagswahl verkaufen?“

„Das könnte ich vielleicht.“

„Ich meinte wohl, ob Sie das dürfen. Sie dürfen es nicht. Gehört Ihre Stimme Ihnen?“

Ich hasse reiche Menschen, die gute Argumente haben.

  •  

 

Am nächsten Tag geht es beim Onboarding um die Verwaltung von Paradies. Wir zwölf Anwärter erhalten alle je eine Stimme und müssen eine tatsächliche Sache entscheiden, genauer, ob das Haus in der Bucht für eine neue Produktionshalle abgerissen wird. Paradies führt keine Waren ein; es macht also Sinn, neue Produktionsstätten zu errichten. Aber warum gerade dort, wo das schöne kleine Haus steht? Zudem wurde der Antrag von Miro gestellt, der sein Vermögen sicher steigern will. Wir reden nicht darüber, aber sechs von zwölf Personen stimmen gegen den Abriss; dann hebe auch ich meinen Arm. Das Haus bleibt. Tatsächlich habe ich den Eindruck, keiner möchte in die anderen bereitstehenden Wohnungen ziehen – sie sind kleiner und ohne Meerblick. Als ich Miro am Abend erzähle, dass ich gegen sein Projekt gestimmt habe, lächelt er. Ich suche die Konfrontation: „Mein Abstimmungsverhalten hat mich vermutlich nicht beliebter gemacht.“

„Bei mir nicht.“

„Und generell? Also, bei den Entscheidern?“

„Ihre Stimme gehört Ihnen. Sie haben sie nach den Regeln verwendet.“

„OK. Aber das Ganze ist ja sowieso nicht wahr. Sie werden uns ja nun keine wirklich echte Entscheidung überlassen haben.“

„Doch, doch. Wir nehmen diese Sache ernst. Also muss das Ganze eben auch seine … Gefahr haben. Seine Bedeutung.“

„Sie verlieren dadurch also Geld?“

„Vermutlich. Besser gesagt, ich werde nicht mehr verdienen –“

„Und das stört Sie nicht?“

„Natürlich stört mich das.“

 

  •  

 

Am dritten Tag werde ich abgelehnt.

Die Nachricht besteht aus vier Sätzen. Ich lese sie zweimal, finde aber keine Begründung. Ich gehe zu Miro.

„Sie wussten es.“

„Nein.“

„Aber Sie wissen, warum?“

„Ja.“

„Warum ich abgelehnt wurde? Wie sich dieses elitäre Paradies seine Bürger aussucht? Nach welchen Kriterien?“

„Ja. Aber wir suchen uns keine Bürger aus.“

„Nicht? War es, weil ich gegen Ihr Projekt gestimmt habe? Oder wegen meinem Alpha-Text?“

„Wir sehen, wer zu uns passt. Zum beiderseitigen Vorteil.“

„Ha!“, sage ich, siegessicher. „Brecht hätte hier seine helle Freude!“

„Vielleicht. Die ‚Dreigroschenoper‘ läuft hier gerade im Theater, sehr erfolgreich. Aber ernsthaft: Es gibt hier keine Personengruppe, die man korrekterweise eine ‚Regierung‘ nennen könnte.“

„Ah, und was gibt es stattdessen?“

„Gute Frage. Haben Sie noch eine?“

„Sicher. Warum wurde ich abgelehnt?“

Miro seufzt, sagt dann: „Ich darf es Ihnen nicht sagen. Und will das auch nicht.“

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Am Abend werde ich zum Boot geschickt. Ich gehe hinter einer Flugdrohne her, die mich zum Hafen führen soll. Miro hat wohl etwas Besseres zu tun. Die Straßen sind verlassen, leer. Anonym. Da schält sich eine Frau aus der Leere der Straße vor mir, sehr gut gekleidet, als würde sie auf einen Empfang gehen. Ihr eng anliegendes, weißglitzerndes Paillettenkleid vertreibt die Schatten, aus denen sie hervorgetreten ist. Eine blaue Pfauenfeder ragt zitternd aus ihrem Dutt hervor. Sie ist auffallend schön. Unsere Blicke begegnen sich kurz. Sie bleibt stehen, ihr Blick ist – ich kann ihn nicht verstehen. Dann wechselt sie die Straßenseite. Ich hätte sie gerne angesprochen. Sie gefragt, wo wir hier zusammen einen Wein trinken könnten. Wo die anderen Menschen sind. Aber da ist sie schon in eine Seitenstraße eingebogen – nur ihre Pfauenfeder zittert im Wind auf der Straße. Sollte ich sie aufheben? Wusste sie, dass ich ein Abgelehnter bin? Ich bleibe stehen. Die Drohne fiepst.

Gleichzeitig mit meinem Boot verlassen elf weitere den Hafen; sie alle fahren in verschiedene Richtungen davon. Ich darf das Ruder wieder nicht anfassen. Ich hätte gerne mit einem Passagier eines der anderen Boote gesprochen. Oder gewusst, ob diese anderen Boote überhaupt besetzt sind.

Ich denke an Miro. An sein Haus. Seine Firmen. Sein Vermögen. Und daran, dass er mir erklärt hatte, wir beide hätten auf „Paradies“ dieselbe Stimme. Dasselbe Gewicht. Vielleicht stimmt das sogar. Nur dass er dort wohnt. Und ich nicht.

„Nicht anfassen!“, keift das Boot. Ich hatte unwillkürlich nach dem Ruder gegriffen.

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